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Mit der Geschichte der R'einer - Schalf Tramway beginnt zugleich die Geschichte des Eisenbahnwesens auf San Malu.
Unmittelbar nachdem Schalf zur Inselhauptstadt bestimmt war, regten sich dort, wie auch im damals einzigen Hafen, R'einer, die ersten Händler, die endlich einen ganzjährigen, leistungsfähigen Verkehrsweg zwischen beiden Orten forderten. Die Beerig, ein durchaus wasserreicher Fluß, der durch Schalf zur Lagune floß, war als ganzjähriger Verkehrsweg ungeeignet. San Malu liegt zwar in einer Gegend ständig warmen Klimas, aber es gibt im Frühjahr und Herbst auch eine durchaus ausgeprägte Regenzeit, in der die Beerig regelmäßig unpassierbar wird.
Diese Regenzeiten sind es auch, warum im 19. Jahrhunderts auch der Straßentransport kein zuverlässiges, ganzjähriges Transportmittel war. Selbst die Pferdebahn, die bereits seit den 1880er Jahren den Hafen R'einer mit dem Hinterland um Schalf verbunden hatte, musste regelmäßig wegen Überflutungen und zu stark einsinkender Pferde unterbrochen werden.
Da die preußisch-deutschen Kolonialherren zu jener Zeit noch sehr fortschrittlich waren, kam so die Idee auf, auf San Malu das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden: Am Standort der neu erbauten Brauerei sollte ein Elektrizitätswerk entstehen. Hier am Zusammenfluß von Hop und Malzbach hatte die Beerig eine so hohe Fließgeschwindigkeit, dass ein Wasserkraftwerk allein über das natürliche Wassergefälle betrieben werden konnte.
Neben den Annehmlichkeiten elektrischer Beleuchtung und Maschinenkraft, bot das Elektrizitätswerk auch den notwendigen Strom für eine elektrische Eisenbahn zwischen Schalf und dem Hafen. Auch nachdem San Malu gegen Ende des 19. Jahrhunderts an das Haus Habsburg fiel, änderten sich die Planungen nicht. Deren Erfahrungen mit der Lokalbahn Mödling-Hinterbrühl führten zwar noch zu kleineren technischen Anpassungen, bestätigten aber die Richtigkeit des ursprünglichen Konzepts.
Mit der Inbetriebnahme des Elektrizitätswerks Deutschbrau konnte San Malu so kurz vor der Jahrhundertwende in Sachen Energieversorgung bereits eine gewisse Unabhängigkeit erreichen. Gleichzeitig wurde die R'einer - Schalf Tramway als Elektrische Kleinbahn R'einer - Schalf von Deutschbrau über Schalf, Mass nach R'einer mit einer Zweigstrecke von Schalf nach Beach (Strandbad) eröffnet.
Die Tram, wie schon die Pferdebahn im Volksmund genannt wurde, war ursprünglich regelspurig erbaut. Dies bot die Möglichkeit, die Festlandsfähre als Schlepper für eine Fähr-Prahm zu verwenden. Mit dieser 30m-Prahm konnten einzelne Güterwagen vom Festland übergesetzt werden. So konnten in einer Zeit lange vor Einführung von Containern besonders Stück- und Schüttgut ohne Umladung die Insel erreichen.
Wenige Jahre später wurde das Eisenbahnnetz auf San Malu mit der San Malu Island Railway erweitert, die jeweils in Mass, sowie zwischen Schalf und Beach die Strecke der Tram kreuzt. Diese SMI Ry.-Strecke wurde schmalspurig geplant und gebaut, da die überwiegend bergige Insel so erheblich kostengünstiger erschlossen werden konnte. Nachdem sich schon in den ersten Jahren der Tram gezeigt hatte, dass der direkte Wagenverkehr zwischen Festland und Insel eher spärlich ausfällt, wurde die Tram gleichzeitig mit dem Bau der SMI Ry. auf deren schmalere Spurweite umgespurt. Damit konnten das Rollmaterial freizügig auf beiden Inselbahnen verwendet werden.
Die Prahm zum Festland blieb aber weiter als Güter-Fähre in Betrieb. Die gelegentlichen Regelspurwagen wurden nun wahlweise in R'einer umgeladen, oder zum SMI Ry.-Umladegleis in Mass transportiert. Die anfänglich häufigeren 2-achsige Wagen wurden dazu auf sogenannte Trucks umgesetzt, während die heute vorherrschenden 4-achsigen Drehgestellwagen auf spezielle Schmalspur-Drehgestelle gehoben wurden - ein Verfahren, das später auch von der East Broad Top mit dem sogenannten Timber Transfer verwendet wurde.
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